Bleib stehen! Der Zug kann es nicht.

Allein in Deutschland passieren jedes Jahr mehr als 200 Personenunfälle an Gleisen! Der Großteil von ihnen wäre zu vermeiden gewesen, denn tagtäglich werden Gleise unbedacht und unerlaubt überquert, obwohl der Bahnübergang bereits geschlossen ist und die Warnsignale knallrot leuchten. Deshalb möchten wir diesem Thema mehr Aufmerksamkeit geben und für die Gefahren an Bahngleisen sensibilisieren.  


Eine unterschätzte Gefahr

vlexx hatte dieses Jahr bereits über 50 Schnellbremsungen wegen Personen, die sich unerlaubt im Gleisbereich aufgehalten haben. Besonders häufig kommt das vor, wenn Fährgäste noch kurzfristig auf den gegenüberliegenden Bahnsteig über die Gleise wechseln wollen. Da der Zug bereits in den Bahnhof einfährt, wird es hier besonders gefährlich. Aber auch auf freier Strecke ist es keine gute Idee die Gleise zu überqueren. Da ein Zug deutlich leiser als ein Auto unterwegs ist, werden Entfernung und Geschwindigkeit leicht falsch eingeschätzt. Anders als bei einem Auto ist auch der Bremsweg eines Zugs sehr lang Während ein PKW bei 100 Km/h etwa nach 50 Metern zum Stehen kommt, benötigt ein deutlich schwererer vlexx-Zug über 500 Meter – und braucht dafür mehr als 40 Sekunden. Der Bremsweg ist damit mehr als zehnmal so lang wie bei einem Auto! Für Triebfahrzeugführer:innen ist es selbst bei niedrigeren Geschwindigkeiten schlichtweg nicht mehr möglich, den bereits eingeleiteten Bremsvorgang deutlich zu verkürzen, wenn plötzlich eine Person das Gleis betritt. Deshalb Bahnübergänge nur überqueren, wenn diese
auch geöffnet sind – und das stets mit voller Aufmerksamkeit und nur an den dafür vorgesehenen Stellen.