Kerstin, Leiterin Finanzen

Wie bist du zu vlexx gekommen?

Ich war in meiner alten Firma nicht mehr so glücklich und habe mich daher umgeschaut. Dadurch bin ich in der Datenbank eines Headhunters gelandet, der mich wiederrum angesprochen und an vlexx vermittelt hat. Zum 01.01.2014 – also quasi noch weit vor Betriebsstart – habe ich hier angefangen.

Was gefällt dir besonders an vlexx?

Die flachen beziehungsweise wenigen Hierarchiestufen gefallen mir sehr. Es sind immer kurze Dienstwege und jeder hier hat ein offenes Ohr für Fragen. Ich kann also immer „reinplatzen ohne abgewimmelt“ zu werden. Das beruht natürlich auch auf Gegenseitigkeit. Ideen können schneller umgesetzt werden und müssen nicht erst den halben Konzern durchlaufen, bevor Sie „abgenickt“ und umgesetzt werden.

Was ist dein persönlicher Hintergrund?

Ich bin 31 Jahre alt und komme aus der Nähe von Mainz. Ich bin hier aufgewachsen und habe auch hier in Mainz studiert. Nach einer kurzen Zeit in Bad Kreuznach hat mich die Arbeit als Controllerin bei vlexx zurück nach Mainz gezogen.



Was sind deine Aufgaben im Controlling?

Um es kurz zusammenzufassen: Ich erstelle regelmäßige Reports und Analysen zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Beispielsweise werden nach jedem Monatswechsel Auswertungen zu verschiedensten Themen vom Finanzergebnis bis hin zu operativen Aspekten wie der Pünktlichkeit erstellt. Zudem machen wir in der Abteilung drei Mal pro Jahr einen Forecast (Prognose zu zukünftigen Geschäftszahlen). Das bedeutet, dass wir uns ansehen, wie das aktuelle Geschäftsjahr im Vergleich zum ursprünglichen Budget verläuft und unsere Prognose für das Jahresergebnis entsprechend anpassen. Dazu sehen wir uns an, ob es Abweichungen gab, die zu berücksichtigen sind und ob daraus ein dauerhafter Effekt entsteht. Das Großprojekt ist in jedem Jahr die Budgetkalkulation der nächsten 10 Jahre. Unterjährig betrachtet man vor allem die entstandenen Abweichungen und setzt sich diesbezüglich mit den einzelnen Abteilungen zusammen. Genau das ist für mich das spannende in meinem Bereich – man hat durch das Aufgabenfeld mit allen Abteilungen zu tun und sieht somit immer das große Ganze und nicht nur einen kleinen Ausschnitt.

Anspruchsvoll sind in meinem Beruf die vielen terminlichen Fristen. Dauerhaftes Controlling bedeutet, es geht immer Schlag auf Schlag und ein kurzes Durchatmen ist eher schwierig. Dafür macht mir gerade die Budgetplanung, wenn wir tief in die Details gehen, richtig Spaß.

Wie hast du diesen Aufgabenbereich erlernt?

Das theoretische Studium reicht alleine sicherlich nicht aus. Ich denke, dass es wichtig ist, immer im Austausch mit den anderen Abteilungen zu bleiben, um sich einen geeigneten Überblick zu verschaffen und auch das Arbeiten mit den anderen Menschen hier zu lernen.

Was ist die größte Herausforderung in deinem Job? Was, würdest du sagen, muss man mitbringen, um deinen Job zu machen?

Man muss vor allem hartnäckig sein. Die Leute warten nicht gerade darauf, dass ich wieder zu ihnen komme und Tabellen abfrage. Man muss zudem hinter der reinen Zahl auch die Personen und Abteilungen sehen und verstehen. Da Excel quasi eines der hauptsächlichen Arbeitsutensilien ist, sollte man auch darin fit sein.



Man sagt, Controller setzen immer den Rotstift an. Würdest Du Dich als typische Controllerin bezeichnen?

Nein! Natürlich guckt man immer, wo man sparen oder Kosten senken kann. Aber ich höre mir immer zuerst die Geschichte dazu an. Wenn es gute Begründungen gibt, wird nicht gleich der Rotstift gezückt. Es besteht immer die Möglichkeit, über die Höhe der Kosten zu reden oder zu schauen, ob man etwas auf eine andere günstigere Weise umsetzen kann.

Wie häufig musstest Du hier schon erklären, was Controlling eigentlich ist?

Am Anfang schon öfter. Ich erinnere mich an das erste Sommerfest, bei dem wir alle Schilder getragen haben, auf denen unsere Position stand. Der ein oder andere hat mich fälschlicherweise direkt als Fahrgastbetreuerin, also Kontrolleur, identifiziert. Es passiert zwar nach wie vor manchmal, dass Kollegen nicht direkt wissen, was ein Controller eigentlich ist, aber das lässt sich dann leicht klären.

Du hast ein sehr frohes Gemüt und bist immer freundlich. Gibt es auch etwas, das dich ärgert?

Ja – wenn ich Fristen setze beziehungsweise mit Kollegen etwas vereinbare, dann wünsche ich mir, dass diese Fristen eingehalten werden. Kommt hingegen eine Stunde vor Fristende eine Rückmeldung, dass es doch nicht klappt, ist das ärgerlich. Ich bin lange geduldig, aber irgendwann reicht es dann auch. Schließlich plane ich immer so, dass sowohl ich als auch die anderen noch etwas Puffer haben.

Wenn du einen Tag lang einen anderen Job bei vlexx machen dürftest, wäre das…?

Ich glaube, dass ich am ehesten in den Fahrbetrieb draußen gehen würde. Davon bekomme ich hier leider eindeutig zu wenig mit.